OSP wird ISO-Norm: Die Internationale Organisation für Normung (ISO) beginnt mit der Normung des Open System Protocol für Einsatz in der Automobilindustrie 

Premstätten, Österreich, und München, Deutschland (17. Februar 2026) --- OSP, das Open System Protocol von ams OSRAM für dynamische Beleuchtungsanwendungen und intelligente Fahrzeugnetzwerke, soll als internationaler Standard etabliert werden. Das Technical Committee ISO TC 22 (Road Vehicles) hat die Arbeiten zur Standardisierung des OSP als neues Work Item im Rahmen von ISO/TC22/SC31/WG3 aufgenommen. Der offizielle Projektstart ist für Februar 2026 geplant. Das Projekt wird unter der Nummer ISO 26341 1 gelistet und unterstreicht die steigende Nachfrage der Automobilbranche nach offenen und interoperablen Kommunikationstechnologien für softwaredefinierte Fahrzeuge (SDVs).

„Wir freuen uns sehr, dass so viele Unternehmen es für erforderlich halten, dass OSP als neue internationale Norm anerkannt wird,“ betont Dr. Jörg Strauß, Leiter der Business Line Mobility and Illumination bei ams OSRAM. „Wir danken allen Unterstützern und Partnern und freuen uns auf viele Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Autobranche auf Basis von OSP.“

Von der proprietären Lösung zum offenen Industriestandard

Mit seinem Open System Protocol (OSP) adressiert ams OSRAM eine zentrale Herausforderung moderner Fahrzeugelektronik: die effiziente Vernetzung und Steuerung einer wachsenden Anzahl intelligenter Endgeräte wie RGB-LEDs, Treiber, Sensoren und Aktoren an der Peripherie des Fahrzeugnetzwerks.

OSP stellt sicher, dass bis zu 1.000 intelligente Knoten mit nur einem einzigen zentralen Steuergerät verwaltet werden können. In Fahrzeugarchitekturen fungiert OSP als „Netzwerk der letzten Meile“ – und verbindet Beleuchtungselemente sowie andere intelligente Geräte direkt mit übergeordneten Fahrzeug-Backbones wie CAN oder Ethernet. Erste praktische Umsetzungen auf der Grundlage von 10BASE-T1S zeigen eindrucksvoll, dass OSP für moderne zonen- und domänenorientierte, elektrisch-elektronische (E/E-) Architekturen optimal geeignet ist.

Ökosystem und Marktakzeptanz sind bereits etabliert

Das Open System Protocol wird schon heute in der Serienproduktion eingesetzt. ams OSRAM bietet OSP-fähige Produkte an – darunter die intelligente RGB-LED OSIRE™ E3731i und den Stand-Alone Intelligent Driver (SAID). Beide Produkte werden heute bereits in Fahrzeugen verbaut. Darüber hinaus integrieren erste LED- und IC-Hersteller das Open System Protocol in ihre Produkte. Mehrere Mikrocontroller-Lieferanten bieten schon jetzt Controller oder Gateways mit integriertem OSP-Stack an.

OSP wurde von Beginn an als offenes, lizenzfreies Protokoll konzipiert, das allen kostenfrei zur Verfügung steht. Nur das Basisprotokoll ist standardisiert, wodurch Hersteller auf der Anwendungsebene die Möglichkeit haben, Innovationen und Alleinstellungsmerkmale umzusetzen.

Die OSP-Spezifikation wurde öffentlich freigegeben. Die zugehörige Software steht kostenlos auf GitHub zur Verfügung. Mit der Überführung von OSP an die Internationale Organisation für Normung (ISO) beginnt nun der formelle Standardisierungsprozess – ein Schritt, den viele OEMs und Zulieferer als essenziell für die langfristige Implementierung in sicherheitskritischen Fahrzeuganwendungen erachten.

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Über ams OSRAM

Die ams OSRAM Gruppe (SIX: AMS) ist ein weltweit führender Anbieter von innovativen Licht- und Sensorlösungen. Als Spezialist für Digital Photonics verbinden wir Ingenieurskunst mit modernster globaler Fertigung, um unseren Kunden das breiteste Portfolio an digitalen Emitter- und Sensortechnologien zu bieten. 

„Sense the power of light“ – unser Erfolg basiert von jeher auf dem tiefen Verständnis des Potenzials von Licht. Seit 120 Jahren entwickeln wir Innovationen, die Märkte bewegen: vom Auto über die industrielle Fertigung bis hin zu Medizin- und Consumer‑Elektronik. Im Jubiläumsjahr der Marke OSRAM arbeiten rund 19.000 Mitarbeitende weltweit an wegweisenden Lösungen entlang gesellschaftlicher Megatrends wie intelligente Mobilität, Künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Smart Health und Robotik. Das spiegelt sich in über 12.000 erteilten und angemeldeten Patenten wider. Die Gruppe mit Hauptsitz in Premstätten/Graz (Österreich) und einem Co-Hauptsitz in München (Deutschland) erzielte 2025 einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro und ist als ams-OSRAM AG an der SIX Swiss Exchange notiert (ISIN: AT0000A3EPA4).

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